10.12.2011 - Fahrt zum Weihnachtsmarkt St. Wendel Drucken
Geschrieben von: K.H. Meeh   
Samstag, den 24. Dezember 2011 um 00:00 Uhr

 

SKK 50 besucht St. Wendel im Saarland

Stadtführung und Weihnachtsmarkt

Die Aktivitäten des Spiel- und Kulturkreises 50 wurden auch in diesem Jahr miteiner vorweihnachtlichen Städtefahrt abgeschlossen. Ziel war diesmal das Städtchen St. Wendel im Saarland. Neben dem Besuch des Weihnachtsmarktes stand traditionell auch der kulturelle Beitrag in Form einer Stadtführung auf dem Programm.

Die Frühzeit der heutigen Kreisstadt St. Wendel reicht vermutlich bis in das Frühmittelalter zurück. Der erste bekannte Name der Ansiedlung war „Basonevillare“. Durch die immer stärker einsetzende Verehrung der Ortsheiligen Wendelin und die aufblühende Wallfahrt erhielt die noch dorfähnliche Siedlung um 1000 den Namen Sankt Wendel. Von dieser Zeit bis zur Reformation erlebte St. Wendel eine große Blüte. Durch die Reformation kommt es zur Einschränkung der Wallfahrten und Pilgerströme. Das 17. Jahrhundert mit seinen vielen Kriegen bringt abermals herbe Rückschläge für die Stadt, von denen sie sich nur langsam erholt. Das 18. Jahrhundert ist mit einer erneuten Blüte verbunden, die neben der Wallfahrt auch das Handwerk und die Verwaltung betrifft. Nach durchlittenen Wirren während der Französischen Revolution wird St. Wendel nach dem Wiener Kongress dem Herzog von Sachsen-Coburg zugeschlagen, welcher die Stadt mit Umland ab 1834 an Preußen verkauft. St. Wendel wird Kreisstadt des gleichnamigen Kreises im Regierungsbezirk Trier und hat heute ca.30.000 Einwohner.

Die malerische Altstadt mit ihrer historischen Bausubstanz vermittelt noch heute einen Hauch ihrer bewegten Geschichte durch das Mittelalter bis zur Neuzeit, die bei der Stadtführung den zahlreichen SKK-lern aus Bürstadt näher gebracht wurde. Weithin bekannt ist St. Wendel durch ihren in vielen Teilen der Welt verehrten Schutzpatron, den Heiligen Wendalinus, dessen Gebeine in der Basilika ruhen, die im Mittelpunkt des Rundganges stand. Nach der Zeitreise durch die Geschichte widmeten sich die Besucher aus Bürstadt dem außergewöhnlichen Weihnachtsmarkt, der sich als ein Markt mit vielen Gesichtern präsentierte.

So ziehen jeden Nachmittag die Weisen aus dem Morgenland mit ihren (echten) Kamelen und großem Gefolge durch die Stadt. wobei in bunten Szenen die Weihnachtsgeschichte aufgeführt wird. Viel bestaunter Mittelpunkt des Marktes ist die riesige Weihnachtspyramide mit kunstvoll geschnitzten Krippenfiguren. Mannshohe Nussknacker stehen den Besuchern Spalier und Handwerksleut’ zeigen längst vergessene Künste und Techniken und bieten ihre Ware feil. Bestaunt wurde auch der Zwergenwald, wo sich mehr als 200 zipfelbemützte Kerlchen in einer bezauberten Miniaturwelt tummelten. Sogar der Orient zeigte sich in farbenprächtigen Gewändern, orientalischen Klängen und exotischen Genüssen im Zauber aus „1001 Nacht“, während in der großen Ausstellung im Missionshaus über 450 Kostbarkeiten des Krippenbaus zu sehen waren. Mehr als 120 liebevoll dekorierte Büdchen lockten mit traditionellem Kunsthandwerk, kreativen Basteleien und regionalen Delikatessen. Die Bürstädter ließen sich von dem großen Angebot gerne inspirieren, genossen die verbliebene Zeit bis zur Heimfahrt und bei festlichen Klängen und weihnachtlicher Atmosphäre ging ein ereignisreicher Tag in St. Wendel zu Ende.

Auch im kommenden Jahr wird eine Städtefahrt in der Adventszeit ein fester Programmpunkt im Rahmen der vielfältigen Veranstaltungen des SKK sein.


 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 24. Dezember 2011 um 11:56 Uhr